HowTo: eigenen DNS Server nutzen

Standardmäßig stellt OpenStack über den Dienst Designate interne DNS-Einträge für Instanzen bereit. Dadurch erhalten virtuelle Maschinen automatisch einen DNS-Namen wie beispielsweise:

ad-client2.opencloud.ka.telemaxx.lan

Dabei basiert der Hostname auf dem gesetzten dns-name des jeweiligen OpenStack-Ports.

Besonderheit bei Active Directory Domain Services (AD DS)

Wird innerhalb der OpenStack-Umgebung ein eigener Microsoft Active Directory Domain Controller betrieben, sollte dieser auch den vollständigen DNS-Dienst für die Windows-Clients übernehmen.

In solchen Szenarien empfiehlt es sich, ausschließlich den DNS-Server des Active Directory zu verwenden, damit:

  • Active Directory Services korrekt funktionieren
  • SRV-Records und dynamische DNS-Updates genutzt werden können
  • keine Konflikte zwischen OpenStack Designate und dem AD-internen DNS entstehen
  • Windows-Clients ausschließlich über den AD-DNS aufgelöst werden

DNS-Namen von OpenStack entfernen

Damit OpenStack keinen zusätzlichen DNS-Eintrag über Designate erzeugt, muss der dns-name am entsprechenden Netzwerk-Port entfernt werden.

openstack port set <PORT-ID> --dns-name ""

Port-ID der VM ermitteln

Die benötigte Port-ID kann zuvor über die Instanz abgefragt werden:

openstack port list --server <VM-NAME>
📘

Alle Server Ports die den AD-DNS nutzen wollen, müssen bearbeitet werden.

Ergebnis

Nach dem Entfernen des dns-name:

  • erstellt Designate keinen DNS-Eintrag mehr für die VM
  • erfolgt die Namensauflösung ausschließlich über den AD/DNS-Server
  • können Windows-Clients vollständig über das Active Directory verwaltet werden